Franz-Otto Brauner, Monika Peukert und Hanneke Schönhals untersuchen die Vielfalt in der Zeile für die Natur.

Zeile für die Natur im Weinberg

Zeile für die Natur – Artenvielfalt im Weinberg Mit der Zeile für die Natur schaffen wir seit 2012 eine Grundlage für vielfältiges Leben im Weinberg. Mitten im Herzen unserer Weinberge wurden hier über 50 standortgerechte, heimische Pflanzen ausgesät und ein geschützter Raum für Pflanzen und Tiere geschaffen. Je mehr Pflanzenarten und je größer das Blütenangebot, […]

Interview mit Winzermeister Eugen Schönhals

Was bedeutet für Sie ökologischer Weinbau?

In Zwiesprache und Einklang mit allem Lebendigen – sei es Natur oder die Menschen – einen besonderen, bekömmlichen und guten Wein zu bereiten. Weiterlesen

Öko-logisch!

Wir stehen dafür ein, dass auch in Zukunft der Lebensraum 
Weinberg für Menschen, Tiere und Pflanzen lebenswert ist.

Seit 1985 sind wir Vertragsmitglied bei ECOVIN Bundesverband 
Ökologischer Weinbau e.V. und arbeiten nach dessen Richtlinien
und dem daraus resultierenden ressourcenschonenden Anbausystem. Weiterlesen

Frühlingserwachen in der “Zeile für die Natur”

21. März 2015 /Mit der Botanikerin Monika Peukert durch die Zeile:
Im grauen Licht der Sonnenfinsternis am Frühlingsanfang zeigen sich erst wenige Pflanzen. Da ist z. B. die Rosette der Gewöhnlichen Kratzdistel, im fahlen Licht der Sonnenfinsternis fotografiert. Weiterlesen

Statt Eisblumen üppiges Grün

Es ist Mitte Dezember, kurz vor Weihnachten und in unseren Weinbergen wachsen noch immer verschiedene Kräuter: Pimmpernelle, Taubnessel, Phazelia, Malven & Ringelblumen, um nur einige zu nennen. Ungewöhnlich vital und vielfältig für diese Jahreszeit. Mit diesem bunten “Weihnachtsbild”  von unserer Zeile für die Natur bedanken wir uns für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen im vergangenen Jahr.

 

Ortstermin mit der Botanikerin auf der Zeile für die Natur

März 2014:

Ein paar Eindrücke von den Frühjahrsarbeiten in der Zeile für die Natur:

In der „Zeile für die Natur“ bestimmen Gräser den Aspekt. Sie haben bei den milden Wintertemperaturen gar nicht aufgehört zu wachsen. Anders die meisten Kräuter, sie halten sich noch sehr zurück, und nur einige Einjährige blühen bereits. Es gibt etliche offene Bodenstellen, durch Ameisen-, Maulwurfs- und Wühlmaustätigkeit. Das sind ökologisch wirksame Naturelemente, an denen z.B. Wildbienen nisten oder ihr Nistbaumaterial holen, und lichthungrige Pflanzen haben hier die Chance zu keimen.Zur Schwächung der Gräser wurden Klappertopf-Samen (Rhinanthus alectorolophus) von Franz-Otto Brauner aus Worms ausgesät. Damit soll mehr Raum entstehen für blühende Kräuter.

Die gepflanzten Sträucher sind fast alle noch da. 2 Weinbergspfirsichsämlinge wurden ersetzt.

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25 Jahre Ökologischer Weinbau im Weingut Schönhals

Seit 1988 betreibt das Weingut Schönhals anerkannt kontrolliert ökologischen Weinbau und ist Mitglied bei ECOVIN. Als Winzermeister Eugen Schönhals seinen Betrieb auf ökologischen Weinbau umstellte, geschah das zunächst „mit großem Herzklopfen“, wie er sich heute erinnert. Doch im starken Team mit Weinbauingenieur Martin Knab (seit 1995 dabei) entwickelte sich eine Erfolgsgeschichte:

Zusätzlich zu den traditionellen Rebsorten wie Riesling, Weißburgunder und Spätburgunder wurden ab 1990  pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI) angebaut. PIWIs stammen aus neuen, nicht gentechnisch entwickelten Züchtungen. Diese Rebsorten sind besonders widerstandsfähig gegenüber Mehltaukrankheiten im Weinberg. Aktuell sind 21 % der Rebfläche mit PIWI-Rebsorten bepflanzt; Weiß: Saphira & Cabernet Blanc. Rot: Regent, Cabertin & “VB 91-26-29” (amtliche Kennzeichnung, noch ohne wohlklingendem Namen).
Die beliebtesten PIWIS bei unseren Kunden sind aktuell: CRESCENDO und Rondo “R” beim Rotwein. Bei den weißen Sorten liegen Cabernet blanc und Saphira “S” an der Spitze. Diese Weine werden auch immer wieder bei Internationalen Verkostungen prämiert.

“Eine Zeile für die Natur” Lebendiger Weinberg & Engagement für die rheinhessische Artenvielfalt

Mit der  „Zeile für die Natur“ schaffen wir punktuell die Grundlage für vielfältiges Leben im Weinberg.  Über 50 standortgerechte Pflanzen wurden hier ausgesät. Je  mehr Pflanzenarten und je größer das Blütenangebot, desto mehr Insekten, also Bienen, Hummeln, Ameisen, Käfer, Fliegen, Wespen, Blattläuse und viele andere. Sie alle leben von den Pflanzen und sie bestäuben die Blumen, sodass sie Früchte tragen. Ein buntes Treiben und – so ist die Natur, ein reich gedeckter Tisch für alle Tiere, die sich von Samen und von Mücke und Co. ernähren …  Von den kleinen Tieren ernähren sich die großen, Turmfalke, Bussard. Aktuell lebt eine Rehfamilie mit ihren Kitzen in diesem Areal.

Konzeption und Umsetzung  „Eine Zeile für die Natur“ :

Dipl.-Ing. Franz-Otto Brauner, Fa. RestitutionsÖkologie Brauner, Worms  und  Dipl. Biologin Monika Peukert (beide im Bild),  Büro AnLand, Frankfurt.

Der Schönhals Weiden-Trulli

Ein Ort zum Verweilen mitten in den Weinbergen und ein Refugium für Pflanzen und Tiere.

Der Weiden-Trulli soll die Aufmerksamkeit auf die „Zeile für die Natur“ lenken, die das Weingut Schönhals im vergangenen Jahr auf Initiative und mit Hilfe der Biologin Monika Peukert in den Weinbergen angelegt hat.

Vom Weiden-Trulli aus hat man einen herrlichen Blick zum Petersberg, einem Hotspot der rheinhessischen Artenvielfalt. Eine enge Beziehung zum Petersberg besteht zu der Anlage unserer „Zeile für die Natur“. Wir haben dort Pflanzen angesiedelt, die auch am Petersberg wachsen, z.B. Zwergkirsche, Spargelbohne, Steinklee und verschiedene Mohnarten. So soll sich die rheinhessische Vielfalt der Pflanzenwelt in dieser Zeile wiederfinden; als Rheinhessen-Refugium für seltene und typische Pflanzen, deren Lebensraum in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr geschrumpft ist.

Wir schaffen durch diesen Naturstreifen auch eine Insel für Insekten und andere Tiere.  So kommen wir unserem Ziel wieder ein Stück näher, den Weinberg lebendiger zu machen und das ökologische Netz um etliche Maschen zu bereichern. Der Weiden-Trulli ist aber auch ein Ort zum Verweilen und Ankommen. Mitten in den Weinbergen lockert er zugleich den schmalen langen Naturstreifen optisch und strukturell auf und bietet Windschutz in der immer zugigen Höhe. Mit seiner Sonnen- und Schattenseite ist er somit vielseitig nutzbar für eine Pause von der Arbeit im Weinberg und für Besucher und Wanderer.

Materialkunde Weiden-Trulli:

Die Ausrichtung ist Nord-Süd. Das Gerüst und die Pfosten sind alte Weinbergsstickel. Für die nötige Stabilität sorgen 2-3 jährige Weidenruten, die oben und unten eingeflochten werden. Dazwischen sind möglichst lange Ruten aus Rebholz locker eingeflochten, die beim jährlichen Rebschnitt anfallen. Diese „nachwachsenden Rohstoffe“ können bei Bedarf immer wieder ergänzt werden.

Anlage: März 2012

peukertPlanung:
Dipl. Biologin Monika Peukert (im Bild),  Büro AnLand
& Edith Haller, beide Frankfurt.
Gemeinsam gebaut mit Martin und Marianne Knab.